Zu den Vorhaltungen aus der SPD, die Bundeswehr dürfe keine gezielten Tötungen von Taliban-Kämpfern vornehmen, kam Widerspruch aus der eigenen Partei. Der langjährige SPD-Außenexperte Hans-Ulrich Klose hält solche Angriffe für gerechtfertigt. “Mir gefällt der Begriff ,gezielte Tötung’ nicht. Aber die Bekämpfung hochrangiger Taliban-Kämpfer halte ich für zulässig, wenn man sie als solche identifiziert hat”, sagte Klose dem “Tagesspiegel”. Einen Strategiewechsel könne er darin nicht erkennen. Die Einsatzregeln der Isaf deckten eine derartige militärische Vorgehensweise ab. “Die Einsatzregeln besagen, dass alle Maßnahmen erlaubt sind, die der Isaf helfen, ihren Auftrag zu erfüllen. Und dazu gehört auch die Bekämpfung von Aufständischen, die den Wiederaufbau des Landes verhindern wollen”, sagte Klose. Wer sich intensiv mit dem Afghanistan-Einsatz befasse, könne darüber Bescheid wissen.
Brief an Minister: Schneiderhan gibt Versäumnisse zu, Die WELT,
18. Dezember 2009