Left-wing Berlin Mayor Klaus Wowereit would love to see Obama hold a speech at the Brandenburg Gate, but at the same time the “Grünflächenamt” (= parks and gardens department) in Berlin refuses to allow the swearing-in ceremony of our Federal Armed Forces to take place in front of Reichstag (= German Parliament) on July 20th.
They say that the open space in front of Reichstag called “Platz der Republik” could be damaged when “over-used” and that the dignity of this space as a center of German Democracy could be damaged as well. Wow! We are talking about the swearing-in-ceromony of today`s German Army! They are there to protect our democracy, how could their presence damage the dignity of German democracy? This is quite unbelievable. But true.
“Grünflächenamt lehnt Gelöbnis vor Reichstag ab”, Die WELT, 8. Juli 2008:
Das öffentliche Rekruten-Gelöbnis am 20. Juli in Berlin wird nicht vor dem Reichstagsgebäude abgehalten. Die Bundeswehr hatte sich diesen Ort gewünscht. Doch das Grünflächenamt des Bezirks Mitte lehnte einen Antrag des Verteidigungsministeriums ab. Dort ist man über die Entscheidung “stark irritiert”. (…)
Im Ministerium ist von “kleinkariertem Streit” die Rede. Die Schlussbemerkung des abschlägigen Bescheids aus Mitte dürfte die Verärgerung geschürt haben: Die Zahl der Genehmigungen müsse auf besondere, einmalige Anlässe mit unmittelbarem Ortsbezug beschränkt werden, da ansonsten alle beantragten Veranstaltungen “in ihrer Summe nicht nur den Platz der Republik nachhaltig (durch Übernutzung) schädigen, sondern ihn auch als mehr oder minder reine Veranstaltungsfläche abwerten würden. Dies entspricht nicht der Würde des Ortes als optischer Vorbereich des Zentrums der Deutschen Demokratie.”
Update July, 12: After days of protests, the parks and gardens department changed their mind. The swearing-in-ceremony will be allowed to take place in front of Reichstag.
“Bundeswehr-Gelöbnis nun doch vor dem Reichstag”, Die WELT, 12. Juli 2008, S. 1:
Bundeswehr-Rekruten werden nun doch erstmals vor dem Reichstag in Berlin ihr Gelöbnis ablegen. Nach der Erlaubnis des Bezirksamts Berlin-Mitte wurde ein tagelanger Streit über den Ort für die Zeremonie am 20. Juli beigelegt.
Thomas Schmid kommentiert in der WELT von heute “Eine Bürgerarmee” auf Seite 1:
(…) Einen besseren Platz als den Rasen vor dem Reichstag, der ja ein wirklicher Bürgerplatz ist, kann es für ein Gelöbnis kaum geben. Es hat sich schön gefügt, dass das zuständige Berliner Bezirksamt nun doch ein Einsehen hatte und dem öffentlichen Akt den Vorzug vor dem Schutz des Grases gab.