If ever I should have been thinking about emigrating to the Mediterranean, I am not any more! The weather is gorgeous here in Germany: Blue skies, sunshine, 25 degrees, a gentle breeze (almost like the Mistral in Provence). A great day to spend outside.
I love global warming ;-)
Talking about climate change: I have just read a great article in German by Michael Miersch about Bjørn Lomborg`s book “Cool it - The Skeptical Environmentalist’s Guide To Global Warming”. Before citing from the article, here is a short summary I found on Lomborg`s website:
Bjorn Lomborg argues that many of the elaborate and expensive actions now being considered to stop global warming will cost hundreds of billions of dollars, are often based on emotional rather than strictly scientific assumptions, and may very well have little impact on the world’s temperature for hundreds of years. Rather than starting with the most radical procedures, Lomborg argues that we should first focus our resources on more immediate concerns, such as fighting malaria and HIV/AIDS and assuring and maintaining a safe, fresh water supply-which can be addressed at a fraction of the cost and save millions of lives within our lifetime. He asks why the debate over climate change has stifled rational dialogue and killed meaningful dissent.
And now excerpts from „Gut meinen oder gut machen?“ von Michael Miersch, Die WELT, 10.05.2008:
(…) Im Jahr 2004 hatte Lomborg einen Kreis von renommierten Ökonomen zusammengetrommelt, darunter vier Nobelpreisträger. Experten für die verschiedenen globalen Probleme erläuterten ihnen den Sachstand auf dem jeweiligen Gebiet. Versorgt mit allen nötigen Daten berieten die Wirtschaftswissenschaftler, wo man am besten ansetzen könnte, um möglichst vielen Menschen möglichst effizient zu helfen. Der Klimaschutz landete ziemlich weit unten auf ihrer Prioritätenliste. Die Veranstaltung wurde unter dem Namen “Copenhagen Consensus” bekannt. Lomborg verarbeitete die Ergebnisse zu einem Buch.
“Cool it” ist die populäre Fassung seiner Überlegungen: Kurz, prägnant, pointiert und leicht verständlich. Wer “Cool it” liest, gewinnt einen Überblick, über die Übertreibungen im Klimadiskurs und über die sonstigen Probleme der Welt. Probleme, die im Schatten der großen Klimarettung kaum mehr wahrgenommen werden, obwohl hier und heute Millionen Menschen durch sie leiden und sterben. Die wirtschaftlichen Kosten der Umsetzung des Kyoto-Protokolls liegen bei mindestens 150 Milliarden Dollar pro Jahr für den Rest des Jahrhunderts. Selbst viele Befürworter des Protokolls geben zu, dass sie sich in erster Linie pädagogische Effekte davon versprechen und die Wirkung auf das Klima kaum messbar sein wird. “In einer Welt,” schreibt Lomborg, “in der Milliarden Menschen in Armut leben, in der Millionen an eigentlich heilbaren Krankheiten sterben und in der diese Leben gerettet, das gesellschaftliche Zusammenleben gefestigt und die Umweltbedingungen verbessert werden könnten - und zwar zu einem Bruchteil der Kosten - ist ein solches Vorgehen besonders bedenklich.” Laut UN-Schätzungen könnte man für die Hälfte der Kosten von Kyoto die schlimmsten Probleme der Welt dauerhaft lösen: Trinkwasser, Sanitärhygiene, Gesundheitsversorgung, Bildung. Eine Investition die sofort Leben retten würde.
Neben einem überzeugenden Plädoyer für das Prinzip “Zuerst helfen wo die Not am größten ist” klärt “Cool it” auch über zahlreiche Mythen der Klimadebatte auf. Zum Beispiel über die Heuchelei europäischer Länder, die bei der Reduktion des Kohlendioxidausstoßes kläglich versagen, aber lauthals die Amerikaner anprangern, weil sie das Kyoto-Protokoll nicht unterschrieben haben. Insgesamt nahmen die Emissionen pro Kopf in der EU seit 1990 zu, während sie in den USA stabil blieben. (…)