Schroeder in China

One of the nicest birthday presents I ever got was that Schroeder left office on November 19th 2005. But somehow he is still around:

“Schroeder irked by Dalai Lama meeting” by Jiao Xiaoyang, China Daily, 2007-11-09:

Former German Chancellor Gerhard Schroeder criticized his successor Angela Merkel Thursday for meeting with the Dalai Lama recently and hoped the present government would mend its way.
“Some recent situations have hurt Chinese people’s feelings, and I regret it,” Schroeder told China Daily on the sidelines of a seminar on China’s development and world harmony.
“I am not happy with some of our government’s recent moves,” he said.
Addressing a gathering during the seminar’s lunch break, Schroeder said Chancellor Merkel “committed a mistake” by meeting the Dalai Lama.
Respecting each other’s concern for sovereignty and territorial integrity is the core of Sino-German relationship, which both sides describe as “a strategic partnership”.
“My predecessors and I refused to meet with the Dalai Lama because of this consideration, and I hope the incumbent government will adhere to it, too.”
China protested strongly against Merkel’s meeting with the Dalai Lama in September, saying it would “seriously damage” bilateral ties.
But Schroeder said he was confident that Sino-German ties would weather the storm and be on the right track.
“I believe the Merkel administration is very willing to further the good relations with China and I believe she still adheres to the one-China policy.”

PS: On November 22nd / 23rd Schroeder is invited as an honor guest at Fapai Garment Enterprise in Wenzhou. Die WELT (Page 5 of the November 10th 2007 print edition) shows Schröder in a photomontage dressed like Mao. I like this kind of humour, but I would not be surprised at all, if Schroeder sued the newspaper and eventually won. Unfortunately freedom of speech in Germany is not as far-reaching as in the US.

„Schröder kritisiert China-Politik Merkels“ von Johnny Erling, Die WELT, 10. November 2007, Ex-Kanzler macht sich zum Werbeträger und fällt der Kanzlerin in den Rücken:

Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich in Peking von der China-Politik der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) distanziert. Dies meldete die englischsprachige Tageszeitung “China Daily” auf ihrer Titelseite. Sie zitierte Schröder, den sie als China-Berater für die französische Investmentbank Rothschild sowie einen norwegischen Gas- und Ölkonzern vorstellte: “Ich bin nicht glücklich über einige der jüngsten Handlungen unserer Regierung.” Bundeskanzlerin Merkel habe einen Fehler gemacht, indem sie den Dalai Lama traf.
Mit seiner Schelte ließ sich der Ex-Kanzler von Chinas Propaganda als Kronzeuge vereinnahmen. Beamte des Außenministeriums werfen der Kanzlerin seit Wochen vor, sie habe den bilateralen Beziehungen durch ihr Treffen mit dem religiösen Oberhaupt der Tibeter in den Räumen des Kanzleramtes schweren Schaden zugefügt. “China Daily” zitierte Schröder: “Manche der jüngsten Ereignisse haben die Gefühle des chinesischen Volkes verletzt, und ich bedauere das.” Respekt vor der Souveränität und territorialen Integrität seien der Kern der Beziehungen. “Meine Vorgänger und ich, wir haben uns daher geweigert, den Dalai Lama zu treffen. Ich hoffe, die amtierende Regierung wird sich auch daran halten.” (…)

Schröder, der am Freitag nach Shanghai weiterfuhr, ist in diesem Jahr zum zweiten Mal in China. Bei seinem nächsten Besuch will er am 22. und 23. November als Ehrengast beim Kleidungs- und Schuhunternehmen Fapai in Wenzhou auftreten, verkündete das Unternehmen. Bisher hatte Fapai mit Angeboten von bis zu zwei Millionen Dollar vergeblich um Bill Clinton als ihren Werbeträger geworben.

Auf einer Fotomontage rechts neben dem WELT-Artikel ist Gerhard Schröder im Mao-Anzug zu sehen.
Untertitel: “Gerhard Schröder macht Werbung für chinesische Kleidung – so wie auf dieser Fotomontage im Mao-Anzug dürfte sein Auftritt nicht aussehen”