There are a lot of reasons not to like the EU: too much bureaucracy, not enough democracy … But now these people in Brussels have definitely crossed the red line, at least for us Hessians.
The EU says that Apfelwein (= apple wine) must no longer be called Apfelwein. The term “wine” shall be reserved for beverages made out of grapes and apple wine is made out of apples most obviously. To understand the outrage this is causing in my Bundesland Hessen you have to know that Apfelwein is a sort of national Hessian drink. In the 16th century already Frankfurt became the center of Apfelwein in Germany.
How does it taste? Well, if you have it pure, it can be really sour. That is why I usually mix it with lemonade, although this is considered a faux pas by many.
German politicians like the Hessian Ministerpräsident Roland Koch and even our Minister of Agriculture Horst Seehofer are now going to fight for our Apfelwein.
And if they should fail?
Well, then we can still use our local dialect and call it Äppelwoi, Ebbelwei or Ebbler.
Smart we Hessians, aren`t we?
Update November 5, 2007: I have just heard on the radio that the EU is seeking for a “pragmatic” solution. The EU pragmatic? That is news!
Update November 7, 2007: Victory for Hessen - Äppelwoi bleibt Äppelwoi - Apfelwein remains Apfelwein! Na dann Prost! Cheers!
“Äppelwoi” bleibt Apfelwein, ZDF Website, 06.11.2007
Anyone out there who still believes the EU is ever going to have a common foreign policy?
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“Hessen siegt in Brüssel - Der Äppelwoi ist gerettet” von Peter Dausend, welt.de, 8. November 2007:
Ob es sich nun um Ebbelwoi, Eppelwei, Äppelwoi oder doch um “Stöffche” handelt - egal. Hauptsache, der Apfelwein heißt weiter Apfelwein. Und das darf er jetzt auch. Dank Roland Koch. Und dank Horst Seehofer. Und natürlich auch dank Andrea Ypsilanti. Die ersten beiden, der hessische Ministerpräsident und der bundesdeutsche Agrarminister, können nun für sich reklamieren, dass ihr jeweiliges Telefonat mit der EU-Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer Boel ein hessisches Kulturgut vor der vernichtenden Wirkung europäischer Regulierungswut gerettet hat. Und die dritte, die SPD-Spitzenkandidatin für die hessische Landtagswahl im Januar 2008, verwandelt qua südhessischer ch/sch-Schwäche den Apfelwein erst in jenes “Stöffsche”, das nun selbst kalte EU-Bürokraten für die identitätsstiftende Wirkung regionaler Geschmacksverirrungen erwärmt hat. Äppelwoi bleibt Äppelwoi. Im Entwurf der EU-Weinmarktordnung war vorgesehen, nur noch solche Getränke als “Wein” zu bezeichnen, die aus Trauben hergestellt werden. Da Äpfel keine Trauben sind, wäre Wein also nicht mehr Wein. In der Folge fragte man sich, worüber man sich mehr wundern sollte. Über das unerschütterliche Streben der EU-Bürokratie, sich so weit wie möglich von den EU-Bürgern zu entfernen - und vom gesunden Menschenverstand gleich mit. Oder über die Geschwindigkeit, mit der sich die hessischen Wahlkämpfer in Brüsseler Stürmer verwandelten. Doch ob nun Kochs und Seehofers Telefonate oder Ypsilantis Mundart - oder gar die Proteste zahlreicher Skandinavier, die gerne aus Beeren Alkoholisches herstellen - , die Dänin Fischer Boel stoppte abrupt das Vorhaben und gewährte dem Apfelwein eine namensrechtliche Bestandsgarantie. Ganz unbürokratisch. Nun brauchen die Wahlkämpfer ein neues Gewinnerthema. Vorschlag: Rettet den Handkäs mit Musik - vor der EU-Geräuscheverordnung.