Michael Stürmer über den “Cyber-Dschihad” in der WELT, 26.07.2007:
(…) Innenminister Schäuble denkt laut nach, wie weit der Staat, um Terroristen vor der Tat abzufangen, in ihre Laptops schauen und sie notfalls gezielt ausschalten darf. Schäuble stellt fest, dass der islamistische Terror tödliche Gefahren in die Mitte der demokratischen Gesellschaften trägt, während die Rechtslage der Abwehr die Mittel verweigert. Der Bote aber muss für die Botschaft büßen. Denn im Lande der Vegetarier spricht man nicht vom Schlachthof. (…)
Entgrenzung der Gefahren ist Kehrseite der Globalisierung. Terrorland ist überall. Die Skala des Schreckens ist nach oben offen. Deutschland, unsolidarisch mit den Nachbarn, kann sich die Bettdecke der Harmlosigkeit über die Ohren ziehen, bis es eines Tages zu spät ist. Der Bundesminister des Innern stört, pflichtgemäß, den Schlaf. Man wird ihm noch einmal dankbar sein.