Die Abschlusskundgebung der pro-Israel Demonstration fand am (nicht im!) Holocaust-Mahnmal statt. Im Vorfeld ließ der Geschäftsführer der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden, Uwe Neumärker, verlauten “die politische Vereinnahmung des Ortes” sei bedenklich. Mmh. Heute lese ich, dass das Holocaust-Mahnmal schon seit seiner Eröffnung im Mai 2005 von Passanten und Besuchern immer wieder als öffentliche Toilette missbraucht wird.
Die Stiftung «Denkmal für die ermordeten Juden Europas» hat diese Entwürdigung des Mahnmals der Öffentlichkeit jedoch bislang bewusst verschwiegen, berichtet die «Berliner Zeitung»: Dass zwischen den Stelen des 19 000 Quadratmeter grossen Areals in Berlin Mitte «massiv uriniert» wurde, ist erst jetzt als Randnotiz eines Berichts von Kulturstaatsminister Bernd Neumann an den Bundestags-Haushaltsausschuss bekannt geworden.
Uwe Neumärker, Geschäftsführer der Stiftung, sagte der «Berliner Zeitung», das Problem sei seinerzeit nicht öffentlich gemacht worden, um zu verhindern, dass andere Besucher dem schlechten Beispiel folgen.
“Berliner Holocaust-Mahnmal wird zum Pissoir”, 29.01.07, www.20minuten.ch: News von jetzt!