updated
Nov 16, 2006 / Stand: 16. Nov. 2006
All new articles - and some of the old ones - will be
published on my new blog
http://anti-anti-americanism.com/blog .
Alle neuen Beiträge - und einige der alten - werden ab sofort auf meinem
neuen Blog
http://anti-anti-americanism.com/blog veröffentlicht.
When I started this
website more than three years ago, anti-Americanism was indeed dangerously
growing in Germany and Europe. This is what I wrote then:
"Welcome on my website
anti-anti-americanism.com! My name is Karin Quade, I am German, 34-years old and
deeply worried by growing anti-Americanism in Germany and Europe, especially
because I do not understand it - neither intellectually, nor emotionally. These
days, I am often thinking of a friend I used to have in the United States. Her
name was Debbie, but unfortunately we lost contact. On the following pages of my
website you will find the letters I would write to her today. Not only to her,
but in a larger sense, to all the Americans. So everybody interested is invited
to read these letters!"
Since the election of Angela
Merkel as German Chancellor things have dramatically changed for better. The day
of her election was the best day for German-American relations in a long time. I
am very, very glad to see that Bush and Merkel get along so well and that
they really are a perfect match in terms of foreign policy. Unfortunately this
does not automatically mean that anti-Americanism has vanished. There is still a
long way to go and more letters to be written.

Als ich diese Website vor
mehr als drei Jahren gestartet habe, hat der Anti-Amerikanismus in Deutschland
und Europa gefährliche Ausmaße angenommen. Damals schrieb ich Folgendes:
"Herzlich willkommen auf meiner
Website anti-anti-americanism.com! Mein Name ist Karin Quade, ich bin Deutsche,
34 Jahre alt und besorgt über den wachsenden Anti-Amerikanismus in Deutschland
und Europa, insbesondere weil ich ihn nicht verstehe - weder verstandes- noch
gefühlsmäßig. In diesen Tagen denke ich oft an eine Freundin, die ich in den
Vereinigten Staaten hatte. Sie hieß Debbie, aber leider haben wir den Kontakt
verloren. Auf den folgenden Seiten meiner Website finden Sie die Briefe, die ich
ihr heute schreiben würde. Nicht nur ihr, sondern in einem weiteren Sinne, allen
Amerikanern. Also jeder, der Lust und Interesse hat, ist herzlich eingeladen,
die Briefe zu lesen!"
Seit Angela Merkel Kanzlerin
ist, hat sich die Lage dramatisch verbessert. Der Tag, an dem sie gewählt wurde,
war für die deutsch-amerikanischen Beziehungen der beste seit langem. Ich bin
sehr, sehr froh, dass sich Bush und Merkel so gut verstehen und ein geradezu perfektes Team in der Außenpolitik bilden. Leider
heißt dies nicht, dass der Anti-Amerikanismus verschwunden ist. Das ist noch ein
weiter Weg und viele Briefe, die geschrieben werden müssen.

What is anti-Americanism?
In my view the mentality that blames America
for all the bad in the world, that is against war only if the Americans are
involved, that calls George W. Bush a warmonger and at the same time Putin a "prince
of peace", that puts the blame for September 11th on the Americans
themselves, that calls to boycott American products and burns the American
flag at so-called peace-demonstrations, to name only a few examples.
And most of all, the mentality that is not
able to appreciate the promise George W. Bush made on June 6th 2004
in his speech on the 60th anniversary of the allied landing in
Normandy: "And we would do it again for our friends." To me the most moving
sentence of the year.

Was ist überhaupt Anti-Amerikanismus?
Für mich jene Geisteshaltung, die Amerika
für alles Böse in der Welt verantwortlich macht, die nur dann gegen Krieg ist,
wenn die Amerikaner dabei sind, die George W. Bush einen Kriegstreiber nennt
und im gleichen Atemzug Putin einen "Friedensfürsten", die behauptet, die
Amerikaner seien selbst schuld am 11. September, die zum Boykott
amerikanischer Waren aufruft und die amerikanische Flagge bei sogenannten
Friedensdemonstrationen verbrennt, um nur einige Beispiele zu nennen.
Vor allem die Mentalität, die das
Versprechen, das George W. Bush am 6. Juni 2004 anlässlich des 60. Jahrestages
der Landung der Alliierten in der Normandie, gegeben hat, nicht zu würdigen
weiß. Für mich war es der bewegendste Satz des Jahres: "And we would do it
again for our friends." Und wir würden es wieder tun für unsere Freunde.

Anti-Americanism, anti-Semitism, anti-Zionism
- is there a common thread?
Unfortunately, yes.
Anti-Americanism
often comes along with anti-Israelism and anti-Semitism. That is alarming. And
will also be subject of my letters to Debbie.
What is anti-Israelism in my
view?
Anti-Israelism e. g. questions Israel`s right to exist and to defend itself, regards Israel as a
threat to world peace, compares Sharon to Hitler, believes that Israel is waging
a "war of extermination" against the Palestinians and does not feel sympathy for
the Israeli victims of Palestinian terror.
It is also unwilling to admit that there is one obvious reason, to like Israel:
It is the only stable democracy in the Middle East.
And anti-Semitism?
When neither Americans, nor Israelis are to blame, than it is the Jews; they are
even held responsible for creating anti-Semitism themselves (!).
Often the three come together,
as in the statement: "Jews have too much influence on the American administration".

Antiamerikanismus,
Antisemitismus, Antizionismus - gibt es einen Zusammenhang?
Leider ja. Antiamerikanismus
geht oft einher mit Israelfeindlichkeit und Antisemitismus. Das ist zutiefst
erschreckend. Auch darum wird es es in meinen Briefen an Debbie gehen.
Was ist Antizionismus in meinen
Augen?
Antizionismus stellt u. a. das Existenz- und Selbstverteidigungsrecht Israels in Frage, sieht in Israel
eine Bedrohung für den Weltfrieden, vergleicht Scharon mit Hitler, wirft den
Israelis vor, einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser zu führen und
kennt kein Mitleid mit den israelischen Opfern des palästinensischen Terrors.
Es ist außerdem die Weigerung anzuerkennen, dass es einen ganz einfachen Grund
gibt, Israel zu mögen: Es ist die einzige stabile Demokratie im Nahen Osten.
Und Antisemitismus?
Greift immer dann, wenn ausnahmsweise weder den Amerikanern, noch den Israelis
die Schuld gegeben werden kann. Dann sind eben "die Juden" schuld, und das
sogar am Entstehen des Antisemitismus selbst (!).
Eine Verbindung amerika-,
israel- und judenfeindlicher Vorurteile wird deutlich in Behauptungen, wie: "die
Juden haben zuviel Einfluss auf die amerikanische Regierung".